PLEXIGLAS® Soundstop für Lärm- und Windschutz

Stetig wachsender Lärm auf Straßen und Schienen belastet auf Dauer unsere Gesundheit. Unter Lärm verstehen wir ein Geräusch, das subjektiv als lästig empfunden wird. Deutlich wird dies am Beispiel der Musik, die – je nach Neigung des Zuhörers – von „angenehm“ bis „störend“ eingestuft wird. Auf der anderen Seite ist Lärm aber auch eine als Schalldruck, Frequenz und Pegel exakt messbare physikalische Größe. Die Zusammenhänge zwischen der Lärmbelästigung des Menschen und der physikalischen Belastung durch Lärm waren in der jüngeren Vergangenheit Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Unter anderem ist Lärm und seine Auswirkungen auch Gegenstand des Sondergutachtens des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen „Umwelt und Gesundheit“. Der Lärm, zum Beispiel auf unseren Straßen, wächst ständig und ist längst zu einem der schwerwiegendsten Umweltprobleme der Industrienationen geworden.

Dominierende Lärmquelle in Großstädten ist vor Flug- und Schienenlärm eindeutig der Straßenverkehr. Schätzungsweise 20 % der Bevölkerung der Europäischen Union (ca. 80 Mio. Menschen) sind tagsüber ständig verkehrsbedingten Lärmpegeln über 65 dB(A) ausgesetzt. Dominierende Lärmquelle ist der Straßenverkehr (ca. 70 %*), gefolgt von Flug- (50 %*) und Schienenlärm (20 %*). Einer Feldstudie zur Gewöhnung an Verkehrslärm von HAINES et al (1998) zufolge bleibt bei gleich bleibendem Lärmpegel das Empfinden von Lärm gleich: Die Studie ergibt keinen Hinweis auf eine Gewöhnung an Lärm. Bleibt eine hohe Belästigung über längere Zeit bestehen, ist diese Belastung als negativer Stress einzustufen, der häufig von körperlichen Reaktionen begleitet wird. Eine Folge von Stress durch Lärm sind hormonelle Reaktionen, u.a. die Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Diese Hormone wirken u.a. auf das Herz Kreislauf-System, den Stoffwechsel sowie den Blutfettgehalt und den Blutdruck. Die Folgen langfristig erhöhter Cortisolwerte können z.B. Arteriosklerose und Cholesterinerhöhung sein. Als sekundäre Folge können unter anderem Schlafstörungen auftreten.

Lärmschutzwände an stark frequentierten Verkehrswegen entlasten raumsparend die Umwelt. Als Schwellenwert für mögliche durch Lärm bedingte Infarktrisiken gelten Immissionspegel von 60 dB (A) am Tag bzw. 50 dB (A) in der Nacht, da im Schlaf bereits bei diesem Pegel eine erhöhte Freisetzung von Stresshormonen erfolgt, selbst wenn es nicht zu einer Aufwachreaktion kommt. Bei einem solchen Lärmpegel ist mit einer Die Vermeidung von Lärm und die Bekämpfung der Lärmquelle besitzt höchste Priorität. Erhöhung des Herzinfarktrisikos um 20 % zu rechnen. Lärm stellt demnach eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit dar, der wir uns stellen und auf die wir reagieren müssen. Trotz vielfältiger Maßnahmen – Begrenzung der Fahrgeräusche von Kraftfahrzeugen in der EG-Richtlinie 2001/43/EG, Entwicklung leiserer Reifen und Geräusch mindernder Fahrbahnbeläge – kann Lärm nicht vollständig vermieden werden. Nur Lärmschutzwände ermöglichen eine effektive Verkehrslärmminderung.

Funktionaler und ästhetischer Lärmschutz mit PLEXIGLAS® Soundstop Als Schallschutzmaßnahme bieten sich in erster Linie Lärmschutzwälle und -wände in ausreichender Höhe an. Da in die Landschaft integrierte, meist begrünte Wälle einen hohen Platzbedarf haben, fällt gerade in Ballungsräumen die Wahl häufig auf Lärmschutzwände. Durch die enger werdenden Abstände zwischen Bebauung und Verkehrsfläche spielt neben der reinen Funktionalität oft auch die Optik eine zunehmende Rolle. Durch transparente Anteile an Lärmschutzwänden können ermüdende Tunneleffekte für den Fahrer vermieden werden und eine bessere Sicht ohne Fahrbahn- oder Grundstücksverschattungen erreicht werden: Lärmschutzwände aus PLEXIGLAS® Soundstop vereinen Funktionalität und Ästhetik mit dem Schutz der Anwohner. Gleichzeitig bieten sie den Nutzern der Verkehrswege Abwechslung. Der gefürchtete Tunneleffekt wird erfolgreich vermieden. Bei Brückenbauwerken spielen neben dem Platzbedarf zusätzlich das Eigengewicht, die Resistenz gegen Bauwerksschwingungen und der Erhalt einer schlanken Architektur eine bedeutende Rolle. Auch hier hat sich das hoch transparente, im Vergleich zu Mineralglas leichtere und vor allem bruchunempfindlichere PLEXIGLAS® Soundstop in den letzten Jahren mehr und mehr bewährt.